Freitag, 22. Dezember 2006

Peter back to good old Europe

Da er den Schlaf der Gerechten schläft, hier die Nachricht, dass Peter seit heute Nacht, der längsten Nacht des Jahres, wieder zurück in Deutschland ist. Er war erst noch im nebeligen Heathrow hängengeblieben und war nachdrücklich genug, dass er außerplanmäßig über die Schweiz zurück auf den Kontinent fliegen durfte, während vielen der Zurückgebliebenen nun das Weihnachtsfest im Notzelt auf dem Airport droht ...

Ersten Berichten zufolge ist er gut gelaunt, im Maßanzug aus Asien und hat auch sein Studienjahr bestanden - und wir sind alle sehr, sehr glücklich. Und freuen uns hier auf die Fotos von den Etappen der Rückreise.

Schöne Weihnachtstage und einen guten Rutsch in ein erfolgreiches Null-null-sieben. Möge es von Glück, Gesundheit und Gelassenheit geprägt sein!

Im (eigenen) Auftrag
grüßt:
Caroline

Samstag, 9. Dezember 2006

Neue Bilder im Internetphotoalbum

Hi, ich hab wieder ein paar neue Bilder ins Photoalbum gestellt. Hoffe, ihr habt Spass daran.

Von Singapur nach Kuala Lumpur


Nachdem ich nun Australien wieder verlassen habe, kann ich mich auch ein wenig negativ ueber das Land aeussern. Es ist unglaublich teuer! Derweilen war ich vier Tage in Singapur und habe dort Jesie, eine Studienkollegin aus Wellington, besucht. Die Stadt ist beeindruckend, alles sehr sauber und ordentlich, was extrem untypisch fuer asiatische Staedte ist. Hab gerade einen guten Vergleich, da ich mich gerade in Kuala Lumpur befinde. Mit Jessie war ich viel Chinesisch essen, was ein himmelweiter Unterschied zur chinesischen Küche in Deutschland ist. Danach bin ich mit dem Bus (erstaunlich billig, alles in allem nicht mehr als 5 Euro) nach Melaka gefahren, wo ich eine Nacht geblieben bin. Abends wurde ich dort von einem sinflutartigen Regen ueberrascht, was sich in Kuala Lumpur gestern wiederholt hat. Denke, die haben hier wohl gerade Monsun, eigentlich eine Info die man vor Reisebeginn checken sollte. In Melakea habe ich dann im Guesthouse Antoine kennengelernt und wir haben spontan entschlossen, das Zimmer zu teilen, was den Preis auf 12 Ringitt (ungefaehr 3 Euro) gedrueckt hat. Mit Antoine bin ich denn den naechsten halben Tag in Melakka rumgetigert, haben uns historische Ueberbleibsel der portugisischen, hollaendischen und britischen Besatzung angesehen. Mittags bin ich dann mit dem Bus weiter nach KL fuer 10 Ringitt. Die Fahrt sollte eigentlich 2 1/2 Stunden dauern. Waren aber dann doch 4 1/2. Wie bereits gesagt, danach wieder Regen. Heute Morgen bin ich den halben Tag in KL rumgelaufen hab mir Chinatown little india und den colonial district angesehen und lade gerade wieder den Akku fuer meine Kamera. Morgen will ich in die cameron highlands weiter, ein bisschen Jungle experience mitnehmen.

So dann werd ich mal schauen, was ich da noch an Photos habe. Die Photos sind in Reihenfolge: singapur esplanade, Chinatown und Melaka - gesehen aus dem Guesthouse.

Montag, 27. November 2006

peter in sydney




hier hab ich noch ein paar photos aus sydney und byron bay.

Und noch ne email, die ich vor ein paar tagen verschickt habe in der ich von meinen weiteren plaenen erzaehle:

schoen zu lesen, dass der gute alte treibhauseffekt im alten europa noch immer funktioniert. hier leider allzu gut und deswegen hab ich mir beim am strand rumlungern einen partiellen sonnenbrand eingefangen. partiell, da er fleckig ist an den stellen, an den ich nach dem baden nicht sorgfaeltig mit meiner turbo-sonnencreme aus nz gearbeitet habe.
meine tage sehen in etwa so aus, dass ich wie heute vormittags einen kleinen ausflug zu den oertlichen sehenswuerdigkeiten mache, mittags meine weiterreise und nahrungsaufnahme koordiniere - plus kontakte zur aussenwelt. nachmittags, nachdem der sonnenpeak vorbei ist, geht es dann an den strand, rumhaengen und baden. das thema surfen bearbeite ich bisher nur passiv aus der beobachterposition. ist sehr beeindruckend was die jungs hier so koennen und vielleicht probier ich das auch noch mal. ist aber aehnlich wie tauchen, segeln, jeeptouren etc. alles immer ein bisschen teuer und ich will meine eh schon angeschlagene reisekasse nicht vor der zeit endgueltig sprengen. immerhin kommt noch asien, wo man fuer das gleiche geld weiter kommt oder andersherum: wo aehnliche veranstaltungen weniger kosten, hoffe ich. nach dem strand geht es dann ins backpackers, meist ein yha, da bester standard, wo ich dann meistens denn rest des tages verbringe, lesend oder wie gestern auf ein paar bier mit den anderen reisenden. gestern becks mit jens aus daenemark und chris und paul aus den uk. deswegen heute alles ein bisschen langsamer.
morgen werde ich den vormittag am strand verbringen, mittags weiter nach surfers paradies fahren, wo ich dann drei stunden mir die wohl touristischste stadt australiens ansehen werde. laenger will ich dort nicht bleiben, stell mir die stadt wie el arenal auf mallorca vor und das hatte ich bereits und bin immer noch satt. am selben tag fahre ich dann nach brisbane weiter, eine stadt, von der ich auch schon gehoert hab, dass man da nicht gewesen sein muss, aber dort wohnt ein freund vom scotty, den geh ich dann mal besuchen und werde da hoffentlich auch uebernachten koennen. von dort aus will ich dann meine beiden hauptausfluege organisieren: fraser island, der welt groesste sandinsel (noch immer nicht sicher, was ich da machen werde, jeep tour oder wandern oder vielleicht mit einem geliehenen fahrrad, waere mir eigentlich am liebsten) und segeln in den whitsundays (??)inseln rund ums great barrier reef, mit schnorcheln und vielleicht auch tauchen, werd ich noch sehen.) dnnach noch zwei stops auf dem weg nach cairns, magnetic and hinchinbroke (?) island, beide bekannt fuer super natur und dann cairns, wo ich tobi und lisa aus ensingen besuche. dannach zurueck nach sydney.
so viel zu meinen plaenen.
habe heute einen waran, ein paar schildkroeten, einen manata-rochen und ein paar bottle nose dolphins gesehen. alle in freier wildbahn. tolles land. so jetzt werd ich erstmal dem stefan, dass ist der den ich in brisbane besuchen werde, davon in kenntnis setzen, dass ich morgen abend bei ihm aufschlage.
also bis die tage!


nach langer zeit mal wieder ein lebenszeichen auf diesem blog. ich bin inzwischen fertig mit studieren in NZ und auf der rueckreise durch den osten australiens. hier seht ihr mich im jeep auf fraser island, der groessten sandinsel der welt. wir waren dort drei tage, haben campiert und ich bin einen tag den jeep gefahren, unter anderem am strand mit 80 kmh, was witzig war. danach waren wir, das sind uebrigens chris aus UK, jens aus daenemark und ich, in den whitsundays segeln, das sind inselgruppe noerdlich von brisbane mit wahnsinnsstraenden und tollen korallenriffen, in denen wir schnorcheln waren. morgen geht es nach magnetic island weiter und danach nach cairns, wo ich lisa und tobi aus ensingen treffen werde. und dann weiter nach asien.

Montag, 30. Oktober 2006

Peter wieder unterwegs

"In Vertretung": Was danach geschah. Peter hat geschuftet und heftig gerungen an "presentations" und "papers". Dann war Asmara da, die beiden haben Wellington unsicher gemacht und sind auch gereist. Jetzt ist Asmara wieder in Deutschland und Peter auf der anderen Seite der Weltkugel unterwegs, während die Profs aus Wellington korrigieren dürfen. Zu Jahresende erwarten wir ihn wieder in Good old Germany.

Im eigenen Auftrag :-)
Caroline

Dienstag, 18. Juli 2006

Fotoalbum

Da es vielen entgangen zu sein scheint, hier noch einmal der Hinweis: Im rechten Drittel dieser Internetseite befindet sich eine Rubrik „Links“. In dieser Rubrik führt der Link „Mein Internetfotoalbum“ weiter. Das ist keine Werbung, sondern tatsächlich eine andere Internetseite, auf der ihr so gut wie alle Fotos, die ich hier in NZ gemacht habe, einsehen könnt. Viel Spass damit. An dieser Stelle Dank an Hans, der mich mit seiner Frage erst darauf gebracht hat, diese Zeilen zu schreiben.

In den letzten Tagen hat sich hier in Wellington nichts verändert. Ich sitze immer noch an meinem "Paper" für mein 40-Punkte-Ganzjahresseminar. Eigentlich wollte ich das zum 1.8. fertig haben, da Asmara am Tag darauf hier eintreffen wird, um dann fast einen ganzen Monat zu bleiben. In der Zeit wollen wir natürlich ein wenig rumreisen. Leider hat mich zwischenzeitlich meine alte Faulheit eigeholt, und so werde ich nun versuchen, so viel wie möglich bis zum August wegzuschaffen. Total faul war ich natürlich nicht, die meiste Zeit hab ich mit Papern für andere Kurse verwendet, was auch der Grund ist, warum ich in letzter Zeit so wenig hier veröffentlicht habe.

Samstag, 8. Juli 2006

Ken Lay ist tot!

Vor ein paar Tagen ist der Ex-Enron Vorstandsvorsitzende Ken Lay an einem Herzinfarkt gestorben. Man könnte fast sagen, dass er damit den letzten und ultimativen Betrug an seinen Gläubigern begangen hat, da er nun für seine Verbrechen nicht für bis zu 120 Jahre ins Gefägnis geht. Das war ja wohl auch nicht zu erwarten. Aber im Ernst: da der Angeklagte verstorben ist, wird, soweit ich das amerikanische Rechtssystem verstehe, nun kein endgültiger Richterspruch das Verfahren abschliessen, ähnlich wie beim Verfahren gegen Slobodan Milošević vor dem Internationalen Strafgerichtshof. Irgendwie lässt mich das unzufrieden zurück.

Sonntag, 2. Juli 2006

WM-Eröffnung

Die WM ist fast vorbei und ich habe noch nicht mal von unserer WM-Eröffnung hier in Wellington berichtet. Das will ich nun nachholen. Am Tag der Eröffnung haben wir uns, der größte Teil der Jura-Studenten aus Deutschland hier in Wellington zusammen mit ein paar Freunden aus anderen Ländern, bei Andreas getroffen, um uns auf den Abend ein wenig einzustimmen. Da das Spiel unserer Nationalmannschaft durch die Zeitverschiebung hier erst um 04.00 Uhr zu sehen war, hatten wir also reichlich Zeit. Diese verbrachten wir mit Berichten von den letzten Turnieren, die Sky-Sports zeigte; kein Ersatz zur Vorberichterstattung zu Hause. Manche verbrachten den Abend auch noch mit ein paar starken Drinks, vernünftigerweise habe ich mich da zurückgehalten, was mich am nächsten Tag zu einem einigermaßen geregelten Tagesablauf befähigte. So gegen 03.30 Uhr sind wir dann ins Filmarchiv gezogen, wo Goethe-Institut und Deutsche Botschaft gemeinsam ein Fußballfrühstück zur Übertragung der Eröffnung angeboten haben. Da wir uns beizeiten auf die Gästeliste hatten eintragen lassen kamen wir auch alle rein und konnten bei einem gesponserten Frühstück - mit sehr leckeren Schoko-Croissants, Früchten und Kaffe - die Eröffnung feiern. Wir sind als lauter, bunter Haufen ziemlich aufgefallen, so dass wir am nächsten Tag in einer regionalen Zeitung und im nationalen Fernsehen im Frühstücksprogramm zu sehen waren. Das Spiel lief dann auch noch zur vollsten Zufriedenheit, so dass wir dann morgens um 07.00 zufrieden nach Hause und in unsere Betten konnten.

Freitag, 9. Juni 2006

Impressionen


Heute war offiziell mein letzter Tag beim Internship. Ich werde aber noch das eine oder andere Mal hingehen, da ich noch einen Report fertig schreiben muss und auch versprochen habe, meinen Nachfolger einzuarbeiten. Die Leute im Office waren so nett und haben mir ein kleines Geschenkpaket gepackt: Der Vogel ist eine Designerkachel und zeigt den "Puckeko" - auch bekannt als "Purple Swamphen", zusammen mit typisch neuseeländischen Süßigkeiten wie dem "Chocolate Hockey-pockey Fish" und einem "handmade Chocolate Frog".


Da ich schon mal dabei bin, hier noch 'nen Einblick: das sehe ich, wenn ich vom Arbeiten aufblicke.

Wandern auf dem Holesworth Track

Florian und ich waren zwei Tage in der Nähe von Wellington wandern. Es gibt im näheren Umfeld vom Wellington mehrere Naturschutzgebiete die echt verlassen erscheinen. So hat man in nur einer Stunde fahrt „echte“ Wildnis - dachten wir.


Dass sie so echt ist, damit haben wir nicht gerechnet. Aber ich will nicht vorgreifen. Wir hatten geplant, von Featherston nach Upper Hutt zu wandern. Dafür waren zweieinhalb Tage eingeplant.

Leider setzte nur zwei Stunden, nachdem wir losgegangen waren, Regen ein, und der ohnehin schon nicht gerade „moderate“ Weg verwandelte sich in eine immer größer werdene Pfütze, auf der wir fast nur noch rutschten. Der Weg bestand schnell nur noch aus Schlamm und Wurzeln. Beim Überqueren eines Creaks ist Florian dann auch noch reingefallen.

So haben wir zur ersten Hütte anstatt der geplanten drei Stunden fünf gebraucht.

Damit war aber das Weitermarschieren zur nächsten Hütte gestorben. Also sind wir erstmal in der ersten Hütte geblieben und hatten just, als der Regen gerade ein apokalyptisches Niveau erreicht hatte, ausgerechnet, dass wir es in den verbleibenden anderthalb Tagen nicht bis zu unserem Ziel schaffen würden. Dazu kam noch die Info, dass auf unserem Weg eine Brücke weggespült worden war.

Zum Glück haben wir haben in der Hütte zwei andere Typen getroffen, die uns anboten, mit ihnen zu ihrem Ausgangspunkt zu gehen, sie würden uns dann mit dem Auto zum Bahnhof fahren. Aber das Auto war in weiter Ferne. Auf dem Weg mussten wir erst einen Creak überqueren und der war nun, da es ja den ganzen Tag geregnet hatte, etwas angeschwollen.

Um genau zu sein: was vorher knöcheltief war, ging uns nun bis zur Hüfte und hatte deutlich an Geschwindigkeit gewonnen. Erst hörte es auf zu regnen. Zwei Stunden später sank langsam auch der Wasserpegel. Erst jetzt machte sich einer der anderen Jungs auf den Weg durch den Strom, ein Seil um die Hüfte gewickelt. Und er hat es auf die andere Seite geschafft! Wir haben dann ein Seil zwischen zwei Bäume gespannt, die Rucksäcke aufgesetzt und uns am Seil entlang durch die Fluten gehangelt. Abgesehen davon, dass mir bei der langen Warterei extrem kalt war, war’s doch ganz witzig.



Jetzt war der Weg zum Parkplatz frei. Am Abend kamen wir warm und halbwegs trocken mit dem Zug in Wellington an.









Dienstag, 6. Juni 2006

Kalte Ferien

Ab dieser Woche haben wir etwa einen Monat lang Ferien, was viele der Kollegen dazu genutzt haben, entweder in NZ rumzureisen oder zu ferneren Zielen wie Fiji oder Australia aufzubrechen. Ich bleibe hier, da ich noch "Paper" fertig schreiben muss. Nicht, dass das die anderen nicht auch müssten, aber ich will ja auch früher für einen längere Rückreise aufbrechen und zwischendrin auch Zeit für meinen Besuch haben. Insoweit also nicht viel Neues, außer dass es hier um einiges kälter geworden ist, was man an dem Bild sehen kann.

Meine Wohnung hat sich als gute Wahl herausgestellt, da sie wie mir scheint noch zu den wärmsten gehört. Und mit Mütze wird einem auch nicht so schnell kalt. Übrigens ein Schnäppchen in Darjeeling, umgerechnet 50 Cent. Denn farb- und formschönen Puli hab ich mir hier im Warehouse gekauft und ja, er war genauso billig, wie er aussieht. Aber er schön hält warm und mir wird es egal sein, wenn unsere klamottenfressende Waschmaschine ihn verschlingt. Ich werde mir am Freitag sogar noch zwei weitere hohlen. Für 12 $ schaut man nicht so sehr auf das Design oder darauf, dass die Ärmel zu kurz sind. Hier noch der Schnappschuss der letzten Woche.

Mittwoch, 31. Mai 2006

Mein Arbeitsplatz CLC Bilder

Alles ein bisschen durcheinander
wie auch mein Arbeitsplatz. Die ersten beiden Bilder sind die Bibliothek.







An dem Computer vorne rechts habe ich immer gearbeitet.
Die drei Bilder sind das Großraumbüro.








Im Gebäude mit den gelben Platten befindet sich das Büro im zweiten Stock. Inzwischen sieht es im Büro ein wenig anders aus, nachdem neue Möbel gekauft wurden und ich ein wenig aufgeräumt und geputzt habe.



Bilder von Kollegen

AJ ist unser "Postgrad administor"
Line, Tania und Andrea
Dennis
Tobias und Andreas
Irene

Oli
Bernie und Markus
Anu aus Mauritius und Florian aus der Nähe von Münster

Bilder von meiner Uni













Hier hab ich ein paar Bilder von meiner Universität gepostet. Tatsächlich ist dies nur der kleine Campus im Regierungsbezirk, gegenüber dem Parlament zwischen High Court und dem Defense House. Sozusagen im Zentrum der Macht, wenn man berücksichtigt dass ich von Neuseeland spreche. Wir sind im Governmental Building untergebracht. Wie der Name sagt ehemaliger Sitz der Regierung und das zweitgrößte Holzgebäude der Welt. Teilweise haben wir aber auch im Westwing des nahegelegenen Bahnhofs Seminare. Die meist Zeit verbringe ich inzwischen, da mein Internship bereits vorbei ist in der Bibliothek die im Südflügel der Lawschool untergebracht ist. Die Bilder zeigen das Haupt eines berühmten Neuseeländers vor unserer Lawschool, das Lawschoolgebäude, die Cafeteria, den Eingang zur Bib, der postgradroom, Eingang zum Lesesaal in der Bib, das Wahrzeichen der Uni, Eingang und Hörsaal im Bahnhof, die Lawschool im Hintergrund das Parliament, das Treppenhaus und mein Arbeitsplatz in der Bib.

Dienstag, 30. Mai 2006

Selbstorganisation: Fluch oder Segen

"Die Unternehmen wollen die Seele der Menschen"
Industriesoziologe Voß über Verantwortung,
Selbst-Ausbeutung und den Verlust von Privatleben
Berliner Zeitung, vom 29.05.2006 Wirtschaftsseite

Herr Professor Voß, seit einiger Zeit appellieren Politiker und Unternehmen an die Menschen in Deutschland, "Verantwortung" zu übernehmen, vorzugsweise auch "Eigenverantwortung". Sind die Deutschen verantwortungslos geworden?
Das hat damit nichts zu tun. Hinter dem Plädoyer für Eigenverantwortung verbirgt sich die Anforderung an die Menschen, in neuer Weise Aufgaben in der Gesellschaft zu übernehmen, sich verstärkt selber um Dinge in Arbeit und Privatleben zu kümmern, die ihnen früher abgenommen wurden. Für immer mehr Gruppen von Arbeitskräften im Betrieb heißt das zum Beispiel: Sie müssen immer weniger strikt von außen gesetzte, im Detail festgelegte Arbeitsschritte vollziehen. Gefordert ist stattdessen eine grundlegend verstärkte und aktive Selbst-Organisation der eigenen Arbeit. Nicht selten erhält man nur noch ein generell formuliertes Ziel, und muss selber sehen, wie man es erreicht.
Wie sieht das konkret aus?
Ein Beispiel ist die so genannte Vertrauensarbeitszeit, wie sie etwa bei IBM praktiziert wird. Dort erhält ein Team einen Projektauftrag, den es in einem selbst gesteckten Zeitrahmen erledigen muss. Im Sinne von: Wie sie die Arbeit machen ist gleich, Hauptsache das Ergebnis stimmt. Betriebliche Fremdkontrolle wird dabei ersetzt durch Selbstkontrolle. Die Stechuhr ist abgeschafft, ja sogar eine feste Urlaubsregelung. Die Arbeitnehmer erhalten "Zeitsouveränität", mehr Verantwortung für sich und ihre Arbeit
.... und auch mehr Freiheit?
Scheinbar schon. Doch der Druck zur Erfüllung der Aufgaben gilt weiter und wird sogar stärker. Nur kommt der Druck jetzt nicht mehr direkt von außen, sondern wird mehr als bisher in die Arbeitnehmer hineinverlegt. Sie müssen den Zwang nun selber ausüben. Neue Freiheit und Selbstverantwortung führen in Kombination mit erhöhten Leistungsanforderungen dazu, dass die Arbeitnehmer häufiger als bisher unbezahlte Überstunden machen, Urlaub verfallen lassen, am Wochenende ins Büro kommen, Arbeit mit nach Hause nehmen - also insgesamt länger und härter arbeiten, ganz selbstverantwortlich und freiwillig. Kein Wunder, dass der Ausdruck "Selbst-Ausbeutung" zur gängigen Floskel wird.
Das gilt doch aber nur für die kleine Gruppe der Hochqualifizierten und Führungskräfte in Boom-Branchen?
Nicht mehr. Ähnliche Verhältnisse herrschen inzwischen auch bei vielen Arbeitern und einfachen Angestellten in traditionellen Sektoren. Da kommt der Werker mit seinen Kollegen sogar "freiwillig" am Samstag in den Betrieb, wenn es heißt, dass der Kunde am Montag vor dem Tor steht - das gab es früher so nicht. So erzeugt mehr Freiheit auf der einen Seite erhöhten Druck auf der anderen. Problematische Folgen sind eine Zunahme unbezahlter Arbeit, steigender Stress, eine Zunahme beruflich bedingter Krankheiten, vor allem psychischer Natur, wachsender Gruppendruck, bis hin zum Mobbing und so weiter.
Bevorzugen Sie ein autoritäres Arbeitsregime mit Stechuhr, Gehorsam und Dienst nach Vorschrift?
Keineswegs. Doch steckt hinter schillernden Begriffen wie Verantwortung, Flexibilität, Autonomie oder Selbstmanagement nicht weniger als eine massive Entgrenzung der Arbeitsverhältnisse, vor allem zeitlich. Davon profitieren die Firmen. Denn Herrschaft durch Selbst-Beherrschung ist besonders wirkungsvoll, sie verschleiert äußere Abhängigkeit und intensiviert innere Zwänge. Das hat weit reichende Folgen für das gesamte Leben der Berufstätigen.
Welche Folgen?
Nicht bloß, dass die Menschen länger und härter arbeiten, bei oft sinkenden Einkommen. An ihre Persönlichkeit werden ganz neue Anforderungen gestellt. Jeder ist aufgefordert, sich als "Unternehmer seiner selbst" zu sehen, sich in Richtung ökonomische Verwertbarkeit zu entwickeln, zu motivieren und gezielt zu selbst zu vermarkten. So mutiert der Arbeitnehmer zum Arbeitskraftunternehmer. Damit ändert sich sein Verhältnis zur Arbeit und zu sich selbst: Als Arbeitskraftunternehmer muss und will er "Humankapital" bilden. Er muss sein Leben "verbetrieblichen".
Was bedeutet das?
Man ist mehr als bisher gezwungen, sein gesamtes Leben aktiv und effizienzorientiert durchzuorganisieren. Die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben verschwimmen. Ein Zeichen dafür ist die drastische Zunahme privater Organisations- und Kommunikationsmittel: Per Handy, Handheld-Computer, Internet, E-Mail und PC greift der Job auf die Freizeit zu. Vorbei sind die Zeiten von "Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps". Feierabend und Wochenende werden der Weiterbildung gewidmet, der Abarbeitung von dienstlichen E-Mails, der berufsorientierten Kontaktpflege oder der körperlichen Leistungsfähigkeit. Statt schöngeistiger Literatur liest man Ratgeber zum "Zeitmanagement" oder zu "So verkaufe ich mich besser". Zuweilen kommt es sogar zu einer Umkehrung der Lebenswelten: Arbeitskräfte fühlen sich dann im Betrieb "wie zu Hause”, weil sie dort emotionale Bestätigung erfahren und abwechslungsreiche Tätigkeiten finden. Umgekehrt werden Partnerschaft oder Familie als harte Arbeit empfunden, die man strikt durchrationalisieren muss.
Was ist dagegen zu sagen, dass sich jemand beim Job wohlfühlt?
Nichts. Man sollte sich aber über die Quelle dieser Veränderungen im Klaren sein und die Folgen sehen: Es ist nicht die Arbeitnehmerseite, die hier Selbstverwirklichung und Autonomie am Arbeitsplatz durchsetzt. Sondern die Initiative geht von den Unternehmen aus. Sie suchen einen verstärkten Zugriff auf die sämtlichen Potenziale einer Person. Die Betriebe wollen alles: die Kreativität, die Motivation, die Begeisterung der Menschen, ihre Freundlichkeit, ihre Loyalität, ihr Engagement, ihre Gefühle - es geht um die "Seele" der Menschen, die nun zur Produktivkraft werden soll, zur Ressource für die Profiterzeugung.Das klingt mehr nach einer Horrorvision als nach Wirklichkeit.In Reinform tauchen diese Anforderungen nur selten auf. Ich beschreibe hier nur eine Tendenz - die sich allerdings massiv verstärkt.
Ist diese Tendenz politisch gewollt?
Aber sicher. Die Politik befördert diese Entwicklung einerseits durch Deregulierung oder Flexibilisierung des Arbeits- und Sozialrechts oder des Arbeitsmarktes. Zum anderen fördert sie ein entsprechendes gesellschaftliches Klima, eine Ideologisierung von individuellen Erfolgs- und Leistungsnormen, von Selbst-Verantwortung, neuer Selbstständigkeit. Man denke nur an Wolfgang Clements Kampagne zur Feier des "Unternehmertums" oder die Forderung nach "Eigenverantwortung" im Sozialbereich. Selbstständigkeit wird als Erfolgsmodell angesichts wachsender Arbeitslosigkeit propagiert, nach dem Motto: Jeder ist seines Glückes Schmied, jeder ist eine Ich-AG, ein Existenzgründer. Umgekehrt wird beruflicher Misserfolg - obwohl strukturell bedingt - als individuelles Versagen gedeutet. So wird eine wachsende soziale Ungleichheit legitimiert. Ähnliches geschieht übrigens in allen Ländern, nicht nur in Deutschland.
Interview: Stephan Kaufmann

Herzlichen Dank an meine Schwester Caroline, von der ich diesen Artikel habe.

Sonntag, 28. Mai 2006

Meine Wohnung

In diesem äußerst ansprechenden Gebäude habe ich für die Dauer meines Neuseelandabenteuers meine Bleibe gefunden.



Blick aus dem Fenster Richtung Bahnhof und Hafen
Meine Bude im Frühzustand
Automatische Tür im Eingangsbereich
Eingangsbereich von Innen
Gang mit Nachbarn





Die Sicht aus meinem Fenster ist einmalig. Der formschöne Betonblock den man gerade noch so wahrnimmt ist übrigens die australische Botschaft.
Die Sicht aus meinem Fenster ist einmalig. Der formschöne Betonblock den man gerade noch so wahrnimmt ist übrigens die australische Botschaft.