Sonntag, 28. Mai 2006

Was bisher geschah

Anfang Februar habe ich Deutschland in Richtung Neuseeland verlassen. Es ging über London nach Hong Kong, wo ich erstmal für vier Tage geblieben bin.

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Danach bin nach einem anstrengenden Flug - unfreundlicher, stinkender, rülpsender, später sich übergebender Nebensitzer - in Brisbane angekommen, wo ich erstmal warten musste, bis mein Zimmer frei wurde. Insgesamt war ich ca. 30 Stunden am Stück wach. Aber das nette Mädel an der Rezeption hat sich nicht einmal, als ich ihr das erklärt habe, erweichen lassen. Ich glaube übrigens immer noch daran, dass jeden von uns eines Tages seine gerechte Strafe ereilt ... Auch auf mein Weckerproblem - Akku vom mobile phone leer, Anschlussflug um 5 Uhr morgens - hat sie eher patzig geantwortet und war überhaupt nicht hilfreich. Wunderlicherweise haben aber während meiner Wartezeit Leute eingecheckt, die kein Zimmer gebucht hatten und erhielten sogar Zimmer im Erdgeschoss, wo es deutlich kühler war als in meinem Zimmer.

Ich hab später durch Zufall einen Dicksmith-Laden gefunden, ist eine Elektronikkette in Australien und NZ. Dort hab ich dann für teures Geld einen Stromadapter gekauft. Von Brisbane hab ich dann nicht viel gesehen, weil ich von 14 Uhr, da durfte ich in mein Zimmer (auf dem Dach, daher mollig warm, quietschender Ventilator und Lüftungsschacht vor dem Fenster) bis um 5 Uhr nachts geschlafen hab.

Von Brisbane ging es dann nach Christchurch und nach ein paar Stunden weiter nach Wellington. Dort bin ich vom Flughafen durch eine Studentin von Vic-International abgeholt worden. Zum Nomads Backpacker mitten in der Innenstadt ging es dann schnell. Dort hab ich dann mein sechs Personen Dormitory bezogen und war erstmal bei KFC.

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Eine der ersten Aktionen war der Kauf einer SIM-Karte von Vodafone (ich weiß, mit denen soll man keine Geschäfte machen) für 35$, wobei da schon 15$ Guthaben dabei sind. Faire Sache. Ich hab dann auf ca. 40 Wohnungsannoncen geantwortet und die erste Zeit mit Annoncensuche und Wohnungsbesuchen verbracht. Bei der Gelegenheit hab ich schon eine sehr gute Orientierung in der Stadt bekommen. Ich hab ein Vermögen fürs Internet ausgegeben.

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Nach ungefähr einer Woche auf der Suche nach einer annehmbaren Behausung und nach einer Vielzahl von Einblicken in erschütternde Einzelschicksale junger neuseeländischer Studenten, die jung aus dem beschützenden mütterlichen Haushalt entlassen, an den Anforderungen einer ordentlichen Haushaltsführung gescheitert sind, hab ich dann meine derzeitige Bleibe gefunden. Ich wohne nun zusammen mit Suhail (22), parttime Student, fulltime Arbeiter als Buchhalter, Pakistaner, der in Dubai aufgewachsen ist und Somang (vermutlich 19) koreastämmiger, undergraduate Jurastudent im zweiten Jahr, dessen Familie seit 10 Jahren in Auckland lebt. Und leider war das Putzen auch bei uns schon mehrfach Thema. Aber eigentlich sind die Jungs ganz nett und lassen mich die meister Zeit in Ruhe. Da Suhail Moslem und Hauptmieter ist, dürfen wir leider kein Schweinefleisch in der Wohnung haben. Stellt nicht gerade ein riesiges Problem dar.

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Am Anfang ist mir das Studieren richtig schwer gefallen. Ich hatte ja nun auch seit einem halben Jahr nichts Vergleichbares mehr gemacht, und nun auch noch auf Englisch. Wunderlicherweise hat sich das aber nach schon kurzer Zeit wieder normalisiert. In den ersten Wochen haben die uns auch gut beschäftigt und wir mussten im Rahmen eines Pflichtkurses jeder zwei kurze Präsentationen auf Englisch halten. Um uns die Angst zu nehmen. Und dass noch dazu an drei aufeinander folgenden Samstagen.

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Also hatte ich dann ein Zimmer, riesig und leer da leider unmöbliert. Dafür für 160$ in der Woche ohne Expences. Was bei einem Wechselkurs von 1,70$ für 1 € alles andere als billig ist. Aber glücklicherweise hat sich der Kurs zu 2 : 1 gewandelt. Die erste Woche hab ich in einem frisch gekauften Schlafsack in meinem Zimmer auf dem Boden geschlafen, weicher Boden hat geholfen. Meine Möbel hab ich bei der Salvation Army gekauft. Sogar einen Fernseher für 40$, dabei habe ich mich aber ein bisschen übers Ohr hauen lassen, da er nur zwei von vier Programmen zeigt. Für die Veränderung der Kanaleinstellungen bräuchte ich eine Fernbedienung, die ich nicht bekommen habe, und eine Universalfernbedienung will ich nicht kaufen.

Die Matratze, auf der ich schlafe, hab ich mir aber doch lieber neu gekauft, da die von der Salvation Army alles andere als appetitlich aussahen.

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Inzwischen bin ich seit dreieinhalb Monaten in Wellington und hab bereits das erste von zwei Trimestern hinter mich gebracht. Zur Zeit hab ich ein wenig Zeitdruck, da ich drei Paper auf dem Tisch liegen habe, von denen ich zwei in drei Wochen fertig haben will. Eines der Paper muss ich im Rahmen meines Praktikums anfertigen, dass aber dann auch schon vorbei sein wird. In dieses Praktikum habe ich in den letzten Monaten viel Zeit investiert, um es vorzeitig abschließen zu können. Vorzeitig, da es eigentlich für das ganze Jahr geplant ist. Von NZ hab ich bisher nicht viel gesehen, da ich gerade versuche, so schnell wie möglich die Anforderungen der Uni an mich zu erfüllen, um am Ende meiner Zeit hier frei von Verpflichtungen zu sein. Erfreulicherweise wird Asmaras Besuch im August immer wahrscheinlicher. Spätestens dann werden wir noch die eine oder andere Ecke des Landes erkunden.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

hört sich doch gut an,ist wenigstens was los....das mit dem büffeln finde ich auch richtig gut,lieber jetzt vollgas und später relaxen,in diesem Sinne,viel glück noch und daumendrück......btw,nice thingy this blog story board,gl hf