Freitag, 9. Juni 2006

Impressionen


Heute war offiziell mein letzter Tag beim Internship. Ich werde aber noch das eine oder andere Mal hingehen, da ich noch einen Report fertig schreiben muss und auch versprochen habe, meinen Nachfolger einzuarbeiten. Die Leute im Office waren so nett und haben mir ein kleines Geschenkpaket gepackt: Der Vogel ist eine Designerkachel und zeigt den "Puckeko" - auch bekannt als "Purple Swamphen", zusammen mit typisch neuseeländischen Süßigkeiten wie dem "Chocolate Hockey-pockey Fish" und einem "handmade Chocolate Frog".


Da ich schon mal dabei bin, hier noch 'nen Einblick: das sehe ich, wenn ich vom Arbeiten aufblicke.

Wandern auf dem Holesworth Track

Florian und ich waren zwei Tage in der Nähe von Wellington wandern. Es gibt im näheren Umfeld vom Wellington mehrere Naturschutzgebiete die echt verlassen erscheinen. So hat man in nur einer Stunde fahrt „echte“ Wildnis - dachten wir.


Dass sie so echt ist, damit haben wir nicht gerechnet. Aber ich will nicht vorgreifen. Wir hatten geplant, von Featherston nach Upper Hutt zu wandern. Dafür waren zweieinhalb Tage eingeplant.

Leider setzte nur zwei Stunden, nachdem wir losgegangen waren, Regen ein, und der ohnehin schon nicht gerade „moderate“ Weg verwandelte sich in eine immer größer werdene Pfütze, auf der wir fast nur noch rutschten. Der Weg bestand schnell nur noch aus Schlamm und Wurzeln. Beim Überqueren eines Creaks ist Florian dann auch noch reingefallen.

So haben wir zur ersten Hütte anstatt der geplanten drei Stunden fünf gebraucht.

Damit war aber das Weitermarschieren zur nächsten Hütte gestorben. Also sind wir erstmal in der ersten Hütte geblieben und hatten just, als der Regen gerade ein apokalyptisches Niveau erreicht hatte, ausgerechnet, dass wir es in den verbleibenden anderthalb Tagen nicht bis zu unserem Ziel schaffen würden. Dazu kam noch die Info, dass auf unserem Weg eine Brücke weggespült worden war.

Zum Glück haben wir haben in der Hütte zwei andere Typen getroffen, die uns anboten, mit ihnen zu ihrem Ausgangspunkt zu gehen, sie würden uns dann mit dem Auto zum Bahnhof fahren. Aber das Auto war in weiter Ferne. Auf dem Weg mussten wir erst einen Creak überqueren und der war nun, da es ja den ganzen Tag geregnet hatte, etwas angeschwollen.

Um genau zu sein: was vorher knöcheltief war, ging uns nun bis zur Hüfte und hatte deutlich an Geschwindigkeit gewonnen. Erst hörte es auf zu regnen. Zwei Stunden später sank langsam auch der Wasserpegel. Erst jetzt machte sich einer der anderen Jungs auf den Weg durch den Strom, ein Seil um die Hüfte gewickelt. Und er hat es auf die andere Seite geschafft! Wir haben dann ein Seil zwischen zwei Bäume gespannt, die Rucksäcke aufgesetzt und uns am Seil entlang durch die Fluten gehangelt. Abgesehen davon, dass mir bei der langen Warterei extrem kalt war, war’s doch ganz witzig.



Jetzt war der Weg zum Parkplatz frei. Am Abend kamen wir warm und halbwegs trocken mit dem Zug in Wellington an.









Dienstag, 6. Juni 2006

Kalte Ferien

Ab dieser Woche haben wir etwa einen Monat lang Ferien, was viele der Kollegen dazu genutzt haben, entweder in NZ rumzureisen oder zu ferneren Zielen wie Fiji oder Australia aufzubrechen. Ich bleibe hier, da ich noch "Paper" fertig schreiben muss. Nicht, dass das die anderen nicht auch müssten, aber ich will ja auch früher für einen längere Rückreise aufbrechen und zwischendrin auch Zeit für meinen Besuch haben. Insoweit also nicht viel Neues, außer dass es hier um einiges kälter geworden ist, was man an dem Bild sehen kann.

Meine Wohnung hat sich als gute Wahl herausgestellt, da sie wie mir scheint noch zu den wärmsten gehört. Und mit Mütze wird einem auch nicht so schnell kalt. Übrigens ein Schnäppchen in Darjeeling, umgerechnet 50 Cent. Denn farb- und formschönen Puli hab ich mir hier im Warehouse gekauft und ja, er war genauso billig, wie er aussieht. Aber er schön hält warm und mir wird es egal sein, wenn unsere klamottenfressende Waschmaschine ihn verschlingt. Ich werde mir am Freitag sogar noch zwei weitere hohlen. Für 12 $ schaut man nicht so sehr auf das Design oder darauf, dass die Ärmel zu kurz sind. Hier noch der Schnappschuss der letzten Woche.